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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Wiki eröffnet

Ab sofort betreibe ich unter http://wiki.matthias-lohr.net/ auch ein Wiki, welches als Notizzettel und ausführlichere Dokumentations-Plattform für verschiedene kleine, aber auch ein paar größere Projekte dienen soll. Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, da ich desöfteren mit Kollegen oder Freunden am gleichen Projekt arbeite und wir immer wieder eine gemeinsame Plattform benötigen, in der wir unsre neuesten Resultate hinterlegen können – was eignet sich da besser als ein Wiki.

Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe die hinterlegten Inhalte haben für den ein oder anderen einen gewissen Nutzen. Wer möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu registrieren und eigene Inhalte einzufügen bzw. die vorhandenen zu verbessern oder zu ergänzen.

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Eigener Git-Repo-Server

Nachdem ich nun von vielen Seiten immer wieder den Satz höre “Git ist toll” habe ich mich mal damit auseinandergesetzt, um die Euphorie und die leuchtenden Augen der Entwickler. die mit Git arbeiten, zu verstehen. Nachdem die übliche “Was ist es, wie benutzt man es”-Phase vorüber war und langsam Licht in das Dunkel kam, konnte ich immer mehr die oben beschriebenen Rekaktionen der Git-Nutzer verstehen: Git ist wirklich toll!

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Chat eingerichtet

Ab sofort gibt es auch die Möglichkeit, mal schnell per Chat mit mir oder anderen (angehenden) Informatikern Kontakt aufzunehmen. Dazu befindet sich in der Menüleiste ein Link zur Chat-Seite.

Meine Leser sind aber auch herzlich dazu eingeladen, die Kommentar-Funktion der Beiträge zu benutzen ;)

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Fenster-Buttons bei Ubuntu Lucid

Was neue Ubuntu-Versionen angeht bin ich ein sehr mutiger Mensch. Daher habe ich vor wenigen Tagen mein Netbook auf die Alpha6 des neuen Ubuntu Lucid aktualisiert. Der erste Eindruck war sehr positiv, nachdem der Reboot abgeschlossen war kam aber der wohl einzige, aber sehr störende negative Aspekt zum Tragen: Das Artwork-Team hat für das neue Ubuntu beschlossen, die Buttons für Minimieren, Maximieren und Schließen standardmäßig auf der linken Seite der Fenster anzuzeigen. Für jemanden, der seit Beginn seiner PC-Benutzung immer schon gewohnt war, diese Buttons rechts zu finden, eine unangenehme Erfahrung. Immer wieder wandert die Maus nach oben rechts – um ins Leere zu klicken.

Also hab ich mich auf die Suche gemacht, wie man wohl diese Buttons wieder nach rechts verschieben kann. Den Qualvollen Weg, bis ich die Lösung hatte, will ich meinen Lesern ersparen, daher direkt die Lösung, wie es funktioniert:

Im Tool gconf-editor gibt es unter der Kategorie /apps/metacity/general einen Schlüssel mit dem Namen button_layout. Der Wert davon steht nach der Aktualisierung auf maximize,minimize,close:. Durch Anpassung dieses Wertes kann man die Position beeinflussen, die von mir nun benutzte Variante ist :minimize,maximize,close, das kann aber jeder für sich selbst entscheiden. Jedes Fenster noch einmal Anklicken, dann sollten alle diese neue Einstellung übernommen haben.

Siehe dazu:

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Vorratsdatenspeicherung vorerst vom Tisch!

Für viele ist heute ein Tag zum feiern, denn das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung wurde heute durch das Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig und damit ungültig erklärt:

http://www.tagesschau.de/inland/bundesverfassungsgericht144.html

Abzuwarten bleibt, ob ggf. eine Überarbeitung des Gesetzes nachfolgt, welche Inhalte diese Überarbeitung hat und ob man sich erneut vor dem Bundesverfassungsgericht wiedersieht.

Vorratsdatenspeicherung

Die Webseite der Tagesschau hat eine schöne Übersicht der Themen zur Vorratsdatenspeicherung:

http://www.tagesschau.de/inland/vorratsdatenspeicherung126.html

Hier direkt auch ein Artikel zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, man darf gespannt sein, was entschieden wird.

Alternative DNS-Server

Als kleine Ergänzung noch eine Liste von DNS-Servern, da Google wohl mit seinen DNS größeres vor hat… (siehe Heise/IX):

Auf http://www.fixmbr.de/opendns-und-andere-freie-dns-server/ findet man eine Vielfalt von alternativen DNS-Servern und sogar Anleitungen, wie man diese konfiguriert.

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Das Stoppschild der Frau Von der Leyen

Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Naivität Politiker, in diesem Fall (mal wieder) die der deutschen Regierung, über internetrechtliche Belange diskutieren, ohne auch nur zu Wissen, von was man da eigentlich redet. Das Thema ist zwar nun schon etwas älter, die Diskussion aber läuft und läuft… Reden wir heute mal wieder über das beliebte Zugangserschwernisgesetz. Frau Von der Leyen und die Teile der Regierung, die sie damit überzeugen konnte, möchten damit das Besuchen von – zunächst  ausschließlich – kinderpornographischen Seiten unmöglich machen. Auf den ersten Blick scheint diese Initiative recht sinnvoll, denn wenn die Nachfrage fehlt, stirbt der Markt für solche Inhalte (um es mal sehr trocken auszudrücken). Eine Kleinigkeit hat Frau Von der Leyen dennoch vergessen: Die Inhalte sind noch da, und im Internet sind – man höre und staune – auch Fachleute unterwegs. Fachleute, die wissen, wie man solche Sperren, wie sie von der Regierung beschlossen wurden, innerhalb von Sekunden unwirksam machen kann.

Beleuchten wir kurz die Funktionsweise dieser Sperre: Bei jedem Zugriff auf eine Internetseite schickt der Browser zunächst einen DNS-Request an den im PC eingestellten DNS-Server, meist den des Providers (z. B. Telekom). Dieser Server prüft nun, ob der zu dem angeforderten Namen (z. B. matthias-lohr.net) auch eine IP kennt. Wenn ja, liefert er diese zurück, wenn nein fragt er den nächst “höheren” Server (bei einer .de-Domain die Nameserver der DENIC) “wer kennt denn die IP zu dieser Domain?”. Dieses Fragespielchen geht solange, bis der erste angefragte DNS-Server die Antwort kennt, diese speichert (falls noch mehr Anfragen zu dieser Domain kommen) und das Ergebnis an den Kunden zurückliefert. Die Telekom und alle anderen Internetzugangsprovider werden im Rahmen der Internet-Sperren dazu verpflichtet, bestimmte Domains, die im Zusammenhang mit Kinderpornographie bekannt geworden sind, immer auf eine feste IP umzuleiten, die nicht mehr dem Original-Ziel entspricht. Auf dem damit angefragten Server hat Frau Von der Leyen ein Stoppschild mit Apellen an die Menschlichkeit hinterlassen, welches sich der Internetbenutzer nun ansehen darf.

Wie schon oft und reichlich diskutiert, kann der Benutzer aber in seinem Betriebssystem selbst wählen, welche DNS-Server er benutzt. Beispielsweise kann man, statt die IP der heimischen FritzBox, einfach die DNS-Server von Google eintragen (8.8.4.4, 8.8.8.8). Schon ist man nicht mehr auf DNS-Server, die der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegen, angewiesen, und merkt von den Websperren nichts.

Nun ist aber DNS dafür bekannt, dass es relativ leicht zu beeinflussen und die Daten darin zu fälschen sind (siehe Heise-Meldung). Um DNS ein klein wenig sicherer zu machen, wurde das DNSSEC-Protokoll entwickelt, welches es ermöglichst, gefälschte DNS-Antworten zu erkennen und ggf. auf andere Server auszuweichen, von denen man eine korrekte Antwort erhalten hat. Zur Zeit beraten die Betreiber der root-Zone, sowie auch die DENIC, wie der Betrieb mit DNSSEC aussehen kann und stellen entsprechende Testszenarien zusammen.

Der interessante Punkt ist nun folgender: Die Eingriffe der Provider in das DNS-System sehen für jeden Rechner, der DNSSEC versteht und überprüft, nun wie Fälschungen aus. Ein gut konfigurierter Rechner meldet also seinem Benutzer, dass jemand versucht, offensichtlich falsche Daten zuzustellen bzw. ignoriert der Rechner diese sogar und fragt direkt andere Nameserver. Der Effekt dabei ist, dass die IP mit dem schönen Stoppschild nie zum Kunden kommt, sie ist ja eine Fälschung. Also wird auch niemand das Stoppschild sehen, sondern nach ein wenig Arbeit (nämlich der Konfiguration anderer Nameserver) die Original-Inhalte.

(Für diejenigen, die wissen, wie DNSSEC funktioniert) Natürlich ist es möglich, in der einer gesperrten Domain übergeordneten Zone einen eigenen DS-Schlüssel hinterlegen zu lassen, mit dem sich die Echtheit der gefälschten Daten beweisen lassen würde (welch ein Satz…), allerdings untersteht nur ungefähr eine TLD der deutschen Regierung, weswegen diese Lösung ausschließlich für die de-Zone anwendbar wäre. Eine weitere Alternative wäre die komplette Filterung des innerdeutschen Datenverkehrs, um die Nutzung von nicht erlaubten DNS-Servern aufzuspüren. Allerdings wandere ich vorher nach China aus!

Nach soviel destruktiver Kritik noch ein wenig Konstruktives: Mir ist kein Staat bekannt, der Kinderpornographie befürwortet. Daher sollte es in einer internationalen Initiative doch eigentlich möglich sein, ein Informations-Netzwerk aufzubauen, in dem Regierungen sich untereinander informieren, wenn Sie in einem nicht unter ihrer Kontrolle stehenden Internet-Bereich einen Server aufgespürt haben, der kinderpornographische oder sonstige verwerfliche Inhalte enthält. Damit wäre dann auch die Löschung – die meines Erachtens ohnehin vorgenommen werden sollte, allerdings nicht ohne Anordnung eines Richters – von Seiten möglich und die Welt ein klein wenig schöner…

Vertrauenswürdige SSL-Zertifikate unter Linux

Unter Linux gibt es verschiedenste Wege, SSL-Zertifikate zu verwalten und diesen das Vertrauen auszusprechen. Auf welche Quellen sich eine Anwendung beruft ist meist nur sehr schwer herauszufinden. Daher stelle ich hier mal ein paar Möglichkeiten vor, wie man Zertifikaten (wie z. B. der der Zertifizierungsstelle CACert) das Vertrauen aussprechen kann.

Zuersteinmal sollte man sich die Zertifikate der jeweiligen Zertifizierungsstelle im pem-Format herunterladen. Diese Dateien kann man nun (als root) im Verzeichnis /etc/ssl/certs ablegen, dabei sollte man einen aussagekräftigen Namen verwenden, damit man diese Dateien, falls nötig, wiederfindet. Damit nun das Zertifikat auch von Programmen gefunden werden kann, ist es nötig, einen speziellen Symlink auf die Zertifikats-Datei anzulegen. Dazu benötigt man zuerst den Hash-Code des Zertifikats. Diesen bekommt man z. B. mit folgendem Befehl:

mlohr@home:/etc/ssl/certs$ openssl x509 -in CACert_root.pem -noout -hash
5ed36f9

Die Zeichenkette 5ed36f9 ist der gesuchte Hash. Für den Namen des Symlinks hängt man noch .0 (Punkt Null) hintendran:

mlohr@home:/etc/ssl/certs$ sudo ln -s CACert_root.pem 5ed36f9.0

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich. Da man nicht immer root ist um solche Vorhaben durchzuführen gibt es von gnupg auch eine Variante, Zertifikaten zu vertrauen (inwiefern dieser und der eben beschriebene Mechanismus zusammen arbeiten weiß ich nicht, da muss ich mich wohl nochmal schlaulesen): In seinem Home-Verzeichnis einfach die Datei ~/.gnupg/trustlist.txt erstellen und in diese Datei die Hashes der zu vertrauenden Zertifikate eintragen. Als Beispiel hier meine Datei mit den Hashes der beiden CACert-Zertifikate:

mlohr@home:~/.gnupg$ cat trustlist.txt
135CEC36F49CB8E93B1AB270CD80884676CE8F33
DB4C4269073FE9C2A37D890A5C1B18C4184E2A2D

Ich hoffe, das hilft erstmal weiter. Wenn jemand Wissenswertes zu den Themen weiß, kann er mir das gerne mitteilen, dann erweitere ich diesen Artikel – oder eben als Kommentar gerade hinterlegen. Gleiches gilt natürlich auch bei groben Fehlern etc.

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Frohe Weihnachten!

25. Dezember 2009 Matthias Lohr Keine Kommentare

Ich wünsche allen frohe Weihnachten, besinnliche Festtage und für demnächst auch einen guten Rutsch!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, die Ihr meinem Blog widmet und freue mich auf ein wiederlesen im neuen Jahr!

Viele Grüße
Matthias Lohr

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