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	<title>Matthias Lohr&#039;s technical stuff &#187; E-Plus</title>
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		<title>Huawei-UMTS-Sticks mit OpenWRT</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 07:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Lohr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wegen der zunehmenden Verbreitung mobiler Datendienste bzw. (möglich waren sie ja schon immer) der gesteigerten Erschwinglichkeit durch fallende Preise und bezahlbarer Flatrate-Angebote habe ich mich ein wenig mit den Möglichkeiten dieser Art des Internet-Zugangs auseinandergesetzt. Mein Ziel war es, zu klären, inwieweit UMTS (bzw. GPRS) als Ersatz für einen Kabel-DSL-Anschluss dienen kann. Da der normale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen der zunehmenden Verbreitung mobiler Datendienste bzw. (möglich waren sie ja schon immer) der gesteigerten Erschwinglichkeit durch fallende Preise und bezahlbarer Flatrate-Angebote habe ich mich ein wenig mit den Möglichkeiten dieser Art des Internet-Zugangs auseinandergesetzt. Mein Ziel war es, zu klären, inwieweit UMTS (bzw. GPRS) als Ersatz für einen Kabel-DSL-Anschluss dienen kann.</p>
<p>Da der normale Heimanwender zu Hause mit WLAN arbeitet, wollte ich also eine Lösung erstellen, bei der über WLAN eine Mobile Datenverbindung wie GPRS oder UMTS gemeinsam durch mehrere Clients genutzt werden kann. Da die meisten dafür benutzbaren UMTS/GPRS-Empfänger als USB-Variante zu bekommen sind (die anderen wenigen sind wohl PC Cards) musste ein Router mit USB-Anschluss her, glücklicherweise lag noch ein Asus WL500g Premium bei mir herum. Eine bekannte, anpassbare Firmware zum selbstbauen oder selbstherunterladen ist <a title="OpenWRT - Open Source Linux" href="http://www.openwrt.org/">OpenWRT</a>, also suchte ich nach Möglichkeiten, einen solchen USB-Datenstick mit OpenWRT auf diesem WL500g ans Laufen zu bekommen. Als Stick hatte ich den K3520 von Vodafone zur Verfügung, der nichts anderes als ein schön verpackter Huawei E620 ist (soweit ich informiert bin).</p>
<p>Eine sehr schöne Anleitung, die (fast) problemlos funktionierte findet man unter <a href="http://josefsson.org/openwrt/dongle.html">http://josefsson.org/openwrt/dongle.html</a>. Die Nutzung von anderen Huawei UMTS/GPRS-Modems stellt kein Problem dar, man muss lediglich die jeweils passende USB-ProductID herausfinden (z. B. über ein normales Linux, den Stick dort einstecken und <em>lsusb</em> ausführen). Fast jedes im Handel erhältliche und von den großen Mobilfunk-Anbietern wie o2, T-Mobile, E-Plus und Vodafone subventioniertes Gerät ist eine umbenannte und anders verpackte Huawei-Karte.</p>
<p>Das einzige Problem wird durch diesen komischen Dual-Mode der USB-Geräte verursacht: Die Huawei-Sticks melden sich (je nach Lust und Laune?) entweder als Massenspeicher oder als USB-Modem an. In den OpenWRT-Quellen gibt es ein kleines Tool, welches dem Gerät mitteilen kann, dass der Modem-Modus gewählt werden soll &#8211; allerdings hardcoded auf die Produkt-ID 0&#215;1001, welche (so glaube ich) für das E220 zutrifft, aber nicht für das E620 (0&#215;1003). Interessanterweise steht der Code für die Parameter-Nutzung bereits da, ist aber auskommentiert&#8230;</p>
<p>Um dieses Manko zu beseitigen, habe ich mir das Paket selbst noch einmal erstellt, diesmal mit der Unterstützung für Parameter. Wer möchte, kann sich das Paket herunterladen, per SCP oder wget auf seinen Router kopiern und mit <em>opkg install</em> das Paket installieren (bitte vorher das alte Paket deinstallieren). Hier noch einmal die Befehle für das Entfernen des alten Pakets (wenn es denn installiert ist), der Installation des neuen Pakets und ein Beispiel zur Nutzung des Programms im Überblick:</p>
<blockquote><p>opkg remove huaweiaktbbo # Altes Paket entfernen<br />
wget http://blog.ml.vg/wp-content/uploads/2009/06/huaweiaktbbo_1_mipsel.ipk # gepatchtes Paket herunterladen<br />
opkg install huaweiaktbbo_1_mipsel.ipk # Neues Paket installieren<br />
huaweiAktBbo 0x12d1 0&#215;1001 # Benutzung des Programm, ProductID bitte anpassen</p></blockquote>
<p>Nach diesen Handgriffen war es kein Problem mehr, anhand der oben verlinkten Anleitung ins Internet zu kommen. Selbst mit GPRS ist die Geschwindigkeit zum Surfen noch akzeptabel, schnell ist jedoch was anderes. UMTS konnte ich (mangels Netz) noch nicht testen, wird aber demnächst erfolgen. Latenzen habe ich zwischen 1000 und 2500ms gemessen, Bandbreite hat sich zwischen 20 und 35 KB/s bewegt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> In ländlichen Gebieten oder für chronische Chatter ist diese Lösung ganz praktikabel, da der Datendurchsatz höher ist als zuerst erwartet, aber lange nicht so berauschend wie bei &#8220;echtem&#8221; DSL. Zum Chatten, Bloggen und weiterem Surfen durchs Web ist diese Lösung akzeptabel, die meisten Seiten sind nach 5 Sekunden sichtbar. Wer die Möglichkeit eines Kabel-DSL-Anschlusses hat, sollte diesen aber auf jeden Fall bevorzugen. Größere Downloads erfordern viel Geduld, außerdem sollte man Vorsichtig sein, da viele Anbieter den Traffic auf 5GB begrenzen (trotz der Benennung &#8220;Flatrate&#8221;). Wer darüber z. B. per SSH Server administrieren will, steht wegen der sehr hohen Latenzzeiten auf verlorenem Posten. Der Multi-User-Betrieb funktioniert auch problemlos, bei gleichzeitigen Datenübertragungen dauert es halt etwas länger. Bitte beachten: Die Anbieter unterscheiden tariflich zwischen Single- und Multiuser-Tarifen. Das ist zwar nicht leicht festzustellen, ob ein oder mehrere Geräte über die gleiche Verbindung online gehen, aber es geht. Inwiefern das von Provider-Seite eingesetzt wird weiß ich nicht.</p>
<p>Ein Erfahrungsbericht zu UMTS folgt, sobald ich in den Genuss dieser Technik gekommen bin.</p>
<p><a href="http://blog.ml.vg/wp-content/uploads/2009/06/huaweiaktbbo_1_mipsel.ipk">Hier</a> noch der Link zum Download des gepatchten huaweiAktBbo-Pakets.</p>
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